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Kirchen im Neckar-Odenwald-Kreis — Übersicht

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Kirchen im Neckar-Odenwald-Kreis — Übersicht

Der Neckar-Odenwald-Kreis beherbergt eine beeindruckende Vielfalt an Kirchen, die von Mittelalter bis zur Moderne reichen. Hier findest du sowohl kleine dorfkirchen als auch bedeutende Kunstbauten, die einzigartige Einblicke in Glaubensgeschichte und regionale Baukultur bieten. Insgesamt gibt es in der Region 29 Kirchen — wir stellen dir 20 davon vor.

Kirche St. Kilian

Mitten im Stadtkern von Osterburken steht die katholische Pfarrkirche St. Kilian neben einem freistehenden Kirchturm aus dem 17. Jahrhundert. Der moderne Kirchenbau wurde durch die kraftvollen Betonplastiken von Emil Wachter zu einem Kunstwerk von hohem Rang. Die symbolstarken Darstellungen biblischer Motive prägen das Erscheinungsbild dieser zeitgenössischen Kirche nachhaltig. Führungen können vereinbart werden.

Neuapostolische Kirche Haßmersheim

Die neuapostolische Kirche in der Südstraße wurde 1958 geweiht und ist seit 1931 Heimat der hiesigen Gemeinde. Neben Gottesdiensten finden hier auch Kinderunterrichte, Chorproben und Gemeindezusammenkünfte statt. Die Gottesdienste werden von Orgelspiel und Gesang umrahmt und folgen der Lutherbibel in der Fassung von 2017.

Katholische Kapelle St. Maria in Waldbrunn-Schollbrunn

Die Schollbrunner Katholiken errichteten 1778 diese Filialkapelle, weil der Weg zur Pfarrkirche Neckargerach beschwerlich war. Am 29. Oktober 1782 wurde die Kapelle feierlich auf den Namen der Seligen Jungfrau Maria geweiht. Zweihundert Jahre später musste die Kapelle grundlegend renoviert und erweitert werden, um den Platz für die wachsende Gemeinde zu schaffen.

Notburgakirche

Die Notburgakirche in Haßmersheim ist aus denkmalschutzlicher Sicht ein Musterbeispiel eines hochwertig ausgestatteten Sakralbaus aus dem Spätmittelalter. Sie diente als Grablege der adeligen Grundherren Horneck von Hornberg, deren vielfarbig gefasste Grabdenkmale noch heute zu sehen sind. Die Kirche beherbergt zahlreiche Kunstschätze: ein historischer Flügelaltar, Kirchenfenster aus dem 15. Jahrhundert und zeitgenössische Plastiken.

Simultankirche

Die Simultankirche in Mosbach gehört zu den insgesamt fünf Simultankirchen in Baden-Württemberg — eine Kirche, die von zwei Konfessionen genutzt wird. Der Chor ist katholisch und das Langhaus evangelisch. Die Trenntür wird nur zu besonderen Anlässen geöffnet und zeigt damit ein Stück gelebter Kirchengeschichte.

Katholische Pfarrkirche St. Kilian in Osterburken

Dieser wichtige zeitgenössische Kirchenbau entstand von 1970 bis 1974 und verbindet den historischen Kirchturm im Westen mit einem modernen Kirchengebäude im Osten. Emil Wachter schuf die beachteten Betonplastiken an Außen- und Innenwänden, darunter das Jonasportal und der Lebensbaum. Die Kirche auf polygonaler Grundfläche gilt als bedeutendes Beispiel moderner Sakralarchitektur.

Jakobskirche

Die spätgotische Jakobskirche wurde 1489 fertiggestellt und gilt als Juwel der Stadt Adelsheim. Sie beeindruckt durch über sechzig Grabmäler und Epitaphien aus fünf Jahrhunderten — vom Spätmittelalter über Renaissance und Barock bis zum Rokoko. Als Station des alten Jakobsweges von Nürnberg über Rothenburg nach Speyer hat die Kirche besondere Bedeutung für Pilger.

Evangelische Kirche Waldkatzenbach

Die evangelische Kirche Waldkatzenbach wurde 1747 begonnen und bereits 1748 fertiggestellt — die Zahl 1747 steht auf der Kanzel. Sie war die erste lutherische Kirche auf Zwingenberger Gemarkung, errichtet nach einem herrschaftlichen Besitzerwechsel zugunsten der lutherischen Glaubensgemeinde. Mit ihrer Gründung setzte das neue Adelsgeschlecht ein Zeichen seiner religiösen Überzeugung.

Evangelische Kirche Neckargerach

Die evangelische Kirche entstand in den 1730er Jahren unter großen Opfern der Gemeinde und mit Unterstützung von Nachbargemeinden. Der Bau begann im Juni 1729 und wurde am 25. März 1734 feierlich eingeweiht. Nach erheblichen Schäden durch einen Luftangriff 1945 wurde die Kirche repariert und später gründlich renoviert.

Evangelische Kirche Weisbach

Die evangelische Kirche Weisbach in Waldbrunn prägt das Ortsbild und ist Teil der kirchlichen Infrastruktur der Region.

Kirche St. Mauritius in Hemsbach

Die St. Mauritiuskirche hat über Hemsbach hinaus große regionale Bedeutung und dient als Logo der Seelsorgeeinheit Adelsheim-Osterburken-Seckach. Sie ist normalerweise tagsüber geöffnet. Die Kirche verbindet die Pfarrgemeinden und ist Ausdruck ihrer Wertschätzung füreinander.

Katholische Kirche St. Afra

Die St. Afra-Kirche in Neckargerach hat eine ungewöhnliche Geschichte: Der erste Bau von 1838/40 musste nach Rissen bereits 1846 abgebrochen werden. Der zweite Bau folgte 1848/50 und steht bis heute. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Kirche bald zu klein und wurde um einen neuen Chor erweitert.

Katholische Pfarrkirche St. Matthäus

Die Verehrung des Heiligen Matthäus geht auf die Kreuzfahrer zurück, daher existiert die erste Kirche in Aglasterhausen bereits seit den ersten Jahrzehnten nach 1200. Die heutige Kirche wurde ab 1963 geplant und besitzt eine charakteristische Trapezform mit zeltartigem Dach. Ihre beiden Türme bilden geometrisch gleichseitige Dreiecke.

Katholische Kirche St. Bartholomäus

Der Bau der St. Bartholomäus-Kirche in Neunkirchen begann 1848, der erste Gottesdienst fand am 10. November 1850 statt. 1873 bekam die Kirche ihr erstes Geläut mit drei Glocken. 1960 wurde eine gründliche Gesamterneuerung durchgeführt und die Kirche erhielt ihre geweiht Fassung zurück.

Katholische Kirche St. Maria in Waldbrunn

Die erste Kirche zu Strümpfelbrunn wurde 1475 erbaut und 1480 abgeschlossen — die heutige Taufkapelle stammt noch aus dieser Zeit. 1793 erfolgte der erste Umbau und Anbau. 1908 begann ein weiterer Umbau, bei dem die heutige Kreuzkirche entstand und das frühere Kirchenschiff zum Querschiff wurde.

Evangelische Kirche Sindolsheim

Die Evangelische Laurentius-Kirche in Sindolsheim ist eine der schönen Dorfkirchen des Baulandes und liegt am Grünkernradweg. Ihr ältester Teil ist der Glockenturm aus dem Jahr 1150 im romanischen Stil. Freigelegte Malereien aus dem 14. Jahrhundert zeigen die Grablegung Christi und die Symbole der vier Evangelisten. Der Turm ist von April bis Oktober für Besucher und Pilger geöffnet.

Zisterzienserinnenkloster Seligental

Der Hof Seligental wird heute landwirtschaftlich genutzt, bewahrt aber noch Gebäudereste des ehemaligen Klosters von 1236–1568. Ein romanisches Kreuzrippengewölbe in der Sakristei stammt aus der Gründungszeit. Besonders wertvoll ist ein Transennenfenster, das nördlich der Alpen als einmalig gilt. Führungen können vereinbart werden.

Stadtkirche St. Oswald

Die Pfarrei in Buchen ist seit etwa 1277/78 bezeugt, die Kirche selbst wurde 1320 als St. Peterskirche erstmals erwähnt. Sie wurde bald durch einen gotischen Neubau ersetzt, geweiht 1341 zu Ehren der Heiligen Maria, Petrus, Paulus und Oswald. Erhalten geblieben sind Bauteile des gotischen Baus wie das Tympanon mit Kreuzigungsdarstellung und die Sakramentswand.

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